Grüß Gott! Danke für euren Besuch, bei dem wir uns nicht persönlich sehen können. So grüße ich mit einem täglichen Video, ab 17.1. mit Impressionen aus Island

Neu-Ulm, Januar 2021

19.1.

Bei allen drei Islandreisen (8/2009, 9/2015 und 9/2018) konnten wir Wale beobachten.  Der September hat bereits dunkle Nächte, so dass schwache Nordlichter zu sehen war. Mein Video heute kombiniert Walgesänge mit Nordlicht in seiner natürlichen Bewegung.  Mein Appell heute: So wie Buckelwale nicht gejagt werden dürfen, hat die Natur ein Recht auf Bewahrung.

Hier die Videos der letzten Tage;                                                                                                                      alle früheren (seit 20.3.2020) in den Menüseiten des Januar und der vorigen Monate

18.1.

Mit einem Filmausschnitt der Deutschen Welle von 2013 führe ich euch in das Konzerthaus Harpa in Reykjavik….Wo immer ihr jetzt guckt, entspannt euch wie die Mädels auf einem der Fotos in der Harpa und achtet darauf, wie hoffnungsvoll der Name erklärt wird: „Harpa heißt Harfe. Es ist aber auch der Name des Frühlingsmonats. Der Winter ist überstanden…“ Dazu einige Takte aus Beethovens Neunter: Freude, schöner Götterfunken…

17.1.

Mit einem Gedicht von Stepan Stephansson beginnt eine 13-teilige Islandserie in den täglichen Videos:

 „Aus einer Rede am Festtag der Isländer“

So weit um die Welt du auch wanderst,

selbst wenn jedes Land du durchmisst,

im Herzen und in der Seele

deine Heimat du nie vergisst…

Stephan G. Stephansson * 3. Oktober 1853 in Kirkjuhóll, Island; † 9. August 1927 in Alberta, Kanada) war ein isländischkanadischer Autor und Lyriker. Als Kind wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf und hatte Schwierigkeiten sich die heiß ersehnte höhere Bildung anzueignen. Dies gelang ihm erst später als Autodidakt durch vieles Lesen. Im Jahre 1873 wanderten seine Eltern mit den Kindern nach Amerika aus, zunächst nach Wisconsin, USA. Als Erwachsener zog er, der seinen Lebensunterhalt in Amerika als Bauer verdiente, 1889 um in die Provinz Alberta, Kanada, und kam erst 1917 im Alter von 64 Jahren wieder nach Island. Er schrieb neben seiner Arbeit als Bauer oft noch spät in der Nacht, deshalb trägt auch die Anthologie seiner Werke den isländischen Titel Andvökur (Schlaflose Nächte).

16.1.

Das Gebet der Vereinten Nationen stammt vom US-amerik. Dichter und Pulitzer-Preisträger Stephen Vincent Benét aus dem Jahr 1942. Ich spreche hier den am meisten bekannten zweiten Abschnitt.

Der ganze Wortlaut:

Gott der Freien, wir verpflichten unsere Herzen und Leben heute der Sache der gesamten freien Menschheit.  Gewähre uns Sieg über die Tyrannen, die alle freien Menschen und Nationen versklaven würden. Gewähre uns Glauben und Verständnis um all jene zu ehren, die für Freiheit kämpfen, als wären sie unsere Brüder. Gewähre uns Brüderlichkeit in Hoffnung und Einheit, nicht nur für die Zeit dieses bitteren Krieges, sondern für die kommenden Tage, die alle Kinder der Erde vereinen werden und müssen.

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen.

Der menschliche Geist ist erwacht und die Seele des Menschen ist ausgezogen. Gib uns die Weisheit und die Vision, die Größe des menschlichen Geistes zu verstehen, der für ein Ziel jenseits seiner eigenen kurzen Spanne so enorm leidet und erträgt. Gib uns Ehre für unsere Toten, die im Glauben gestorben sind, Ehre für unsere Lebenden, die nach dem Glauben streben und für ihn arbeiten, Erlösung und Sicherheit für alle gefangenen Länder und Völker. Schenke uns Geduld mit den Verblendeten und Mitleid mit den Betrogenen. Und gib uns die Fähigkeit und den Mut, die die Welt von Unterdrückung reinigen sollen und der alten Doktrin, dass die Starken die Schwachen essen müssten, weil sie stark sind.

Doch vor allem gewähre uns Brüderlichkeit, nicht nur für den heutigen Tag, sondern für alle unsere Jahre – eine Brüderlichkeit nicht der Worte, sondern der Handlungen und Taten. Wir alle sind Kinder der Erde – gewähre uns dies einfache Wissen. Wenn unsere Brüder unterdrückt werden, dann werden wir unterdrückt. Wenn sie hungern, hungern wir. Wenn ihnen die Freiheit genommen wird, dann ist unsere Freiheit nicht sicher. Gib uns einen gemeinsamen Glauben, dass der Mensch Brot und Frieden kenne – dass er Recht und Gerechtigkeit, Freiheit und Sicherheit, gleiche Möglichkeiten und gleiche Chancen sein Bestes zu tun, nicht nur in unseren Heimatländern, sondern in der ganzen Welt. Und in diesem Glauben lass uns auf die reine Welt zumarschieren, die unsere Hände erschaffen können. Amen.