Sizilien über Ostern 2020

Sizilien mit Stromboli (Foto oben) in den Osterferien 2020
Tägliche Höhepunkte in einer, wie wir hoffen, frühlingshaften Woche! „Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schlüssel zu allem…“ schrieb Goethe am 13. April 1787 in Palermo. Wer noch nie da war, wird viele überwältigende Erlebnisse haben. Manche kommen wieder, weil sie auf Sizilien sehr glücklich waren.

1. Tag, Palmsonntag, 05.04.2020 Anreise; Catania – Raum Taormina
Treffpunkt Abflugschalter Lufthansa-wir fliegen mit Lufthansa nach Catania. Dort steigen wir in einen Bus, der uns in Sizilien mit Reiseführer zur Verfügung steht. Er bringt uns zuerst zu einem Hotel Nähe Taormina.

2. Tag, Montag, 06.04.2020 Ausflug Ätna und Taormina
Es erwartet uns ein grandioser Höhepunkt: der höchste, noch aktive Vulkan Europas, der Ätna. Den rauchenden Riesen sieht man aus großer Entfernung. Seine Grundfläche beträgt fast 1300 qkm, er hat eine Höhe von 3343 m. Durch Weingärten, karge Berglandschaften, Wälder und erkaltete Lavaströme nähern wir uns der touristischen Station auf 1900 m Höhe. Hier befinden sich die sogenannten „Silvestri-Krater“. Es besteht die Möglichkeit, gegen Aufpreis (ca. € 62,- p.P.), bis 2900 m Höhe mit Seilbahn und Geländewagen zu fahren. Am Fuße des Hauptkraters kann man, zusammen mit dem obligatorischen Bergführer, eine kleine Wanderung unternehmen. Doch auch bereits bei den Silvestri-Kratern erlebt man den grandiosen Ätna pur.
Nach diesem ersten Höhepunkt erwartet uns eine Weinverkostung inkl. Imbiss mit typisch sizilianischen hausgemachten Spezialitäten auf einem reizvollen Landgut am Osthang des Ätna. Dann erreichen wir Taormina, eindrucksvoll auf einer Terrasse des Monte Tauro gelegen. Es wurde von Goethe als „Perle Siziliens“ gerühmt. Nach dem Besuch des griechisch-römischen Theaters mit dem Panorama über die Küsten- und Vulkanszenerie schlendern wir über den Corso Umberto, die Fußgängerzone

3. Tag, Dienstag, 07.04.2020 Milazzo – Vulcano – Stromboli
Es geht nach Milazzo. Von dort setzen wir mit dem Boot über nach Vulcano. Südlich der Insel Lipari erhebt sich die Insel Vulcano (21 qkm; 400 Bewohner), auf der man gut vulkanische Erscheinungen studieren kann. Das hier leicht radioaktive Meerwasser ist warm und zuweilen durch unterseeische Dampfquellen siedend. Südlich dieser Senke liegt der Große Krater (391 m), von dem sich eine schöne Aussicht bietet. Wir haben Zeit hinaufzugehen. Der Krater, seit den Ausbrüchen von 1880 und
1890 im Solfatarenzustand (heiße Schwefeldämpfe), hat einen Durchmesser von 140 m und eine Tiefe von etwa 80 m. Vielleicht ist noch Zeit zum Suhlen im heißen Schwefelschlamm (fakultativ). Weiter nach Stromboli für zwei Übernachtungen. Stromboli lässt keine Straßenbeleuchtung zu. So dürfen wir bei freiem Himmel eine faszinierende Sternenpracht erwarten und (bei Extrakosten) eine nächtliche Schifffahrt mit Beobachtung der Stromboliaktivitäten (normalerweise alle 15 min ein „Feuerwerk“).

4. Tag, Mittwoch, 08.04.2020 Ein „freier Tag“ auf Stromboli
Stromboli (12,5 qkm; ca. 350 Bew.), galt im Altertum als Sitz des Windgottes Aiolos. An der Nordostseite der Insel liegt der Hauptort Stromboli mit unserem Hotel. Wie der Krater von Vulcano gehört der Stromboli (926m), dessen rotes Feuer nachts weithin sichtbar ist, zu den wenigen noch nicht erloschenen Vulkanen Europas (lohnende Besteigung in 3 Std. von der Nordseite; fakultativ). Nördlich der höchsten Spitze befindet sich der Krater, in dem in kurzen Zwischenräumen Lavablasen aufsteigen und unter donnerndem Geräusch platzen. Die in die Höhe geschleuderten Schlacken fallen wieder in den Krater zurück oder rollen unschädlich die Sciara del Fuoco, eine in einem Winkel von 35° zum Meeresspiegel abfallende Halde, hinab. Nur alle paar Jahre fügen stärkere Ausbrüche Schaden zu. Wenn der oft gewaltige Dampf es zulässt, kann man bis an den Rand des Kraters hinabsteigen und hineinsehen. Rund 1,5 km nordöstlich vom Ort Stromboli ragt die Basaltklippe Strombolichio 56 m senkrecht aus dem Meer auf. Auch ohne Aufstieg sind schöne Spaziergänge auf der stimmungsvollen Insel mit den vielen Frühlingsblüten möglich.

5. Tag, Donnerstag, 09.04.2020 Stromboli – Milazzo – Cefalu – Palermo
Wir verlassen Stromboli wieder. Am Hafen von Milazzo werden wir vom Bus erwartet. Es geht nach Cefalu. Viele schöne Bauwerke hat dieses kleine Fischerstädtchen zu bieten. Der interessantere Teil ist die Altstadt Cefalu vecchio. Immer wieder trifft man auf antike Gebäude, angefangen bei der im Jahre 1131 nach Christus entstandene Kathedrale, aus deren Apsismosaik ein freundlicher Weltenrichter seit Jahrhunderten auf die Besucher blickt. Vor der Kathedrale befindet sich die Piazza, auf der das Leben immer pulsiert. Weiterfahrt nach Palermo zum Hotel.

6. Tag, Karfreitag, 10.04.2020 Segesta und Prozessionen in Trapani oder Erice
Segesta, im 5. Jh. vor Chr. die grosse Gegnerin Selinunts, soll um das Jahr 1000 von den Sarazenen zerstört worden sein. Ein imposanter dorischer Tempel steht einsam in einer herben Landschaft auf einer Anhöhe, die eine tiefe Schlucht umgibt. Der 430 v.Chr. im dorischen Stil errichtete Bau besitzt noch seine 36 Kalksteinsäulen, das Gebälk und die beiden Giebel. Die Zufahrtsstraße zum Theater bietet (nach 2 km) eine herrliche Sicht auf den Tempel. Weiterfahrt nach zu einer Karfreitagsprozession in Trapani oder Erice, die in diesen beiden Orten berühmt sind.

7. Tag, Karsamstag, 11.04.2020 Palermo und Monreale
Am Vormittag wieder ein Höhepunkt der Reise: der Dom von Monreale (mit 6340 qm byzantinischen Mosaiken) und seinem Kreuzgang (Meisterwerk der Romanik), beide vom letzten Normannen-König Siziliens, Wilhelm II., Ende des XII. Jh. gegründet. Danach erreichen wir Palermo mit seinem orientalischen Charakter, seinen Märkten, Palästen und Kirchen. Hier werden wir viel zu Fuß
unterwegs sein, da viele Straßen der Altstadt Fußgängerzonen sind. In der Kathedrale, dem imposantesten Monument der Stadt, ruhen der legendäre Kaiser Friedrich II. und sein Vater Heinrich VI. von Hohenstaufen (12. und 13. Jh.). Nun geht es zum bunten Volksmarkt „Il Capo“. Am Nachmittag werden wir geführt im Herzen der Stadt, in der sich das Rathaus, der sogenannte „Scham-Brunnen“, die Quattro Canti Kreuzung und die Martorana Kirche befinden. Nach diesem erlebnisreichen Tag kehren wir müde zum Hotel zurück.

8. Tag, Ostersonntag, 12.04.2020 Ausflug Sant´Angelo Muxaro und Agrigent
Der Besuch von Sant´Angelo Muxaro beginnt bei einer Familie von Hirten. Hier kosten wir den hausgemachten Käse und Ricotta. In der Bäckerei von Maria machen wir eine Pause, um als zweites Osterfrühstück ihr im Holzofen gebackenes Brot und das Mandelgebäck zu probieren. Anschließend bummeln wir durch die Gassen des Dorfes, treffen Zi Caluzzu, einen alten Handwerker, der aus Schilfrohren vom Fluss und aus Palmzweigen Körbe und Figuren flicht. Von hier erreichen wir den Hof, wo die einheimischen Familien einen Tisch, beladen mit typischen Lebensmitteln und Produkten, vorbereitet haben.
Weiterfahrt an die Südküste der Insel: nach Agrigent. Die Stadt liegt auf einem Hügel mit Blick aufs Meer. Es ist das griechische Akragas, nach Pindar „die schönste aller sterblichen Städte: in der Höhe der mittelalterlichen Ort und der modernen Stadtteil; unterhalb, auf einem langen Felsgrat, „Tal der Tempel“ genannt, die großartigen drei Tempel und weitere Ruinen. Die Stadt wurde 580 v.Chr. von griechischen Siedlern aus Rhodos gegründet. Tyrannen beherrschten sie, darunter Phalaris, der grausamste im 6. Jh., und Theron, der baufreudigste, ein Jahrhundert später. Agrigent ist die Heimat des Philosophen Empedokles (5. Jh. v. Chr.). Auch Luigi Pirandello (1867 – 1926), der Nobelpreisträger, ist hier geboren. Wir werden nach dem „Tal der Tempel“ auch das Museum in Agrigent besuchen. Weiterfahrt zur Übernachtung nach Enna.

9. Tag, Ostermontag, 13.04.2020 Piazza Armerina und Caltagirone
Nach dem Frühstück fahren Sie in das zentrale Hochland Siziliens nach Piazza Amerina: Eine beeindruckende Stadt – mitten im grünen Hügelkranz, mit Burg und Dom. Die römische Villa Casale liegt ca. 6 km südwestlich der Stadt. Die weitläufige Villenanlage aus dem 3. oder 4. Jh. n.Chr. gehörte wahrscheinlich einer hochgestellten Persönlichkeit. Sehenswert ist sie vor allem wegen der fast die gesamte Fläche bedeckenden Fußbodenmosaiken, die sich durch die Vielfalt der Motive und ihre reiche Farbskala auszeichnen. Am bekanntesten sind die Mosaiken mit den Darstellungen von kleinen Amorfiguren beim Fischfang oder im Spiel mit Delphinen, die Szenen welche Wildtierfang oder -handel beinhalten, und die „Bikinimädchen“ die Sport treiben. Im Triclinium, dem ehemaligen Speisesaal, sieht man die Taten des Herkules. Caltagirone ist auch als die Stadt der Keramik in Italien bekannt. Zu den örtlichen Handarbeiten gehört hauptsächlich die Produktion von handbemalter Keramik, die sogenannte Majolika. Ihre Farben werden in ganz Italien sehr geschätzt. Teller, Vasen, Tischlampen und handbemalte Wanduhren gelten als Spezialität. Der Preis richtet sich nach dem Aufwand der herzustellenden Keramikgefäße und deren Bemalung. Viele Künstler haben ihren eigenen Stil entwickelt. Von architektonischer Bedeutung ist der normannische Dom, der dem Heiligen Julius geweiht ist. Im Inneren befinden sich wunderschöne Gemälde von Francesco Vaccaro (1802-1882) einem bedeutenden Künstler dieser Zeit. Eine weitere bedeutungsvolle Sehenswürdigkeit ist die Kirche, die im Jahr 1593 von den Jesuiten errichtet wurde. Die Kirche der Heiligen Maria del Monte erreichen
wir über eine große Treppe, die sogenannten Scalinate. Die Stufen sind handbemalte Keramikkacheln von verschiedenen Künstlern. Ostermontag ist der Tag der Gastfreundschaft in ganz Italien. Wo wird uns Wein und Kuchen angeboten? Nun können wir uns auf Syrakus freuen, wo den Abend in der beleuchteten Altstadt verbringen

10. Tag, Dienstag, 14.04.2020 Siracusa
Siracusa (Syrakus) liegt landschaftlich wunderschön an einer Bucht des Mittelmeers. Ein besonders mildes Klima erwartet uns hier. Einst war es die bedeutendste Stadt Großgriechenlands, die den Vergleich mit Athen nicht zu scheuen brauchte. Gegründet wurde sie Mitte des 8. Jh. v. Chr. von korinthischen Seefahrern, die sich auf der Insel Ortygia festsetzten. Bald regierten Tyrannen über Siracusa und führten die Stadt wirtschaftlich zu großer Blüte; im 5. Jh. und 4. Jh. v. Chr. zählte sie nahezu 300.000 Einwohner. Nach der Einnahme durch die Römer im 2. Punischen Krieg (212 v. Chr.) wurde Siracusa nacheinander von Germanen, Byzantinern, Arabern und Normannen in Besitz genommen. In der archäologischen Zone sind noch die Reste und Spuren der verschiedenen Herrschaften zu sehen. In der auf der Insel Ortygia gelegenen Altstadt liegen die Aretusaquelle, der Dom und in ihm die Reste des Athenatempel. Seit dem 18. Jh. sind Malereien auf Papyrus im ägyptischen Stil die Spezialität von Siracusa.

11. Tag, Mittwoch, 15.04.2020 Heimreise
8:30 Transfer zum Flughafen Catania, von wo aus wir ab 11:45 den Heimflug antreten. Landung 14:00. Individuelle Heimfahrt. Ende einer besonderen Osterreise.

Leistungen:
 Lufthansaflüge: München – Catania – München (mit Koffer bis 23 kg und Handgepäck)  ***/****Hotels (siehe unten) mit Halbpension  ständige sizilianische Reisebegleitung  Rundreise im klimatisierten Reisebus mit Führungen nach Programm (mit Eintritten für alle genannten Sehenswürdigkeiten).  Quietvox, drahtloses Führungssystem  Begleitung: Ernst Burmann
Preis pro Person DZ: ca.1900 ,-€, Einzelzimmerzuschlag 230,- €

Veranstalter: Burmann Agentur Gruppenreisen GmbH, Gedeckter Weg 14, 89231 Neu-Ulm, Geschäftsführer: Ernst Burmann – Tel./Fax: 0731-20646215 (neu), mobil: 0175-5960505 www.burmann-agentur.de (hier auch Reisebedingungen) Mail: burmann-agentur@gmx.de
Anmeldung bei: Edith Hertling, Unter der Beibruck 6, 89134 Blaustein-Herrlingen Tel.: 07304-3584 E-Mail: Edith_Hertling@web.de